Sichert der Welt eine strahlende Zukunft Kernschmelze Fukushima Menschen Natur Technik Wirtschaft Sonstiges User
        Die Fukushima Atom-Katastrophe 11. März 2011 : Ein Seebeben etwa 400 Kilometer nordöstlich von Tokio mit einer Stärke von 9,0 auf der Richter-Skala entfesselt einen Tsunami, welcher auf Japan zurast. Als er eintrifft zerstört er ganze Landschaften. Ganze Ortschaften mit Autos und Stromleitungen werden wie Spielzeug davongerissen. Das Kernkraftwerk Fukushima Daichii wird runtergefahren, weil ein automatisches Sicherheitssystem in allen drei Reaktoren Steuerstäbe einfährt. Diese Stäbe nehmen einen Teil der durch Kernspaltung freigesetzten Neutronen auf, um weitere Spaltungen zu vermindern.Damit die Menge des Kühlwassers konstant gehalten wird, springt ein System von Dieselgeneratoren an und versorgt die Kühlwasserpumpen mit Strom. Diese Generatoren sind aber stark beschädigt, weil die mehr als 14 Meter hohe Tsunami-Welle über den Schutzwall vor dem Kraftwerk geschwappt ist,und durch das Wasser Kurzschlüsse auftreten. Nach kurzer Zeit gehen die Kühlsysteme offline. Die nuklearen Brennstäbe produzieren gleich riesiger Tauchsieder, welche nicht abgeschaltet werden können Wärme, bis schliesslich das Wasser anfängt zu kochen und zu verdampfen. Der Kühlwasserspiegel sinkt, und immer grössere Teile der Brennstäbe befinden sich ausserhalb des kühlenden Wassers. Evakuierungen von Einwohnern in einem drei Kilometer-Umkreis der Anlage beginnen. Als sich die Situation verschlechtert, wird der Radius auf 20 Kilometer vergrössert.12. März 2011: Der Dampfdruck im Reaktorblock 1 steigt auf einen kritischen Wert, und die Behörden erlauben TEPCO kontrolliert radioaktiven Dampf in die Atmosphäre abzulassen...
            Katastrophe unabwendbar... Diese Massnahme ist leider vergeblich: Die erste Wasserstoff-Explosion zerstört 6 Stunden später das Gebäude um den Reaktor 1. Meerwasser mit Boroxid vermischt wird in den Reaktor gepumpt, in der Hoffnung weitere Explosionen zu verhindern, dies wird auch im Reaktorblock 3 gemacht, in dem der Dampfdruck ebenfalls gefährliche Ausmasse erreicht. 13. März 2011 : Der Druck in Reaktorblock 3 steigt weiter an. 14. März 2011: Eine zweite Wasserstoff Explosion zerstört die Gebäude rund um Reaktorblock 3, und verletzt sieben Arbeiter, fünf davon werden radioaktiv verunreinigt. In der Zwischenzeit sind die Kühlsysteme in Reaktorblock 2 offline gegangen, und die Brennstäbe dort liegen vollkommen trocken und fangen an zu glühen. Schliesslich beginnen sie zu schmelzen und brennen sich nach unten durch die Reaktorhülle. 15. März 2011 : Eine dritte Explosion beschädigt den Reaktorbehälter. Grosse Mengen radioaktives Material strömen in die Umgebung. Große Mengen radioaktiver Isotope wurden durch die japanischen Atomunfälle in das Wasser und die Luft freigesetzt, wobei die am häufigsten von ihnen Jod 131 und Cäsium-137 sind. Jod 131 hat eine Halbwertszeit von 8 Tagen, während Cäsium-13730 Jahre benötigt, um auf die Hälfte der Menge zu zerfallen. Cäsium ist besonders gefährlich, da es wegen seiner salzartigen Konsistenz leicht vom menschlichen Körpfer aufgenommen wird, und wie Kalzium in die Knochen eingebaut wird.Auch in Muskeln reichert sich eine hohe Konzentration an. Zerfallendes Cäsium emittiert Beta - und Gammastrahlen und verursacht oft noch nach Jahrzehnten nach Kontakt Krebs. Grosse Mengen davon wurden nicht nur in die Luft freigesetzt, sondern sind auch in den Ozean geflossen, wo es sich weltweit in der Nahrungsmittelkette verteilt.